Entscheidungen sicher treffen: Mit FASTEC 4 PRO und MODUS ERP

26. März 2019
Katharina Striewe

Durchgängige Daten und Kennzahlen sind längst zur treibenden Kraft für faktenbasierte Entscheidungen geworden – von der Top-Managementetage durch die gesamte Organisation bis hin zum Shopfloor. Das erforderliche Datenmaterial dafür liefern zwei Systeme, das Enterprise Resource Planning (ERP) sowie das Manufacturing Execution System (MES). Aber nur im engen Zusammenspiel liefern sie einen wirkungsvollen Beitrag zur Wertschöpfung des Unternehmens. Die Kombination aus MODUS ERP und dem MES FASTEC 4 PRO unseres langjährigen Partners FASTEC erfüllt diese Anforderung. Sie steht für eine überzeugende, durchgängige und zukunftssichere ERP-Branchenlösung. Dabei kommt dem nahtlosen Informationsaustausch zwischen ERP-/PPS-System und MES-System eine hohe Bedeutung zu. Hier gibt die bewährte Standardschnittstelle die Antwort auf komplexe Fragestellungen: Sie übergibt alle relevanten Daten von Fertigungsaufträgen, Stücklisten, Arbeitsplänen, Mengen, Zeiten etc. So wird aus einer ERP-Branchenlösung eine smarte Komplettlösung für Industrie 4.0

 

MODUS Industry – smarte Komplettlösung für Kunststoff- und Metallverarbeitung

Nicht nur mit Blick auf Aspekte der Smart Factory verleiht die zu 100% auf die Kunststoff- und Metallverarbeitungsbranche ausgerichtete ERP-Lösung MODUS Industry ein hohes Maß an Flexibilität. Sie gewährleistet gemeinsam mit FASTEC einen durchgängigen Kommunikationsfluss zwischen Maschinen, Menschen und Geschäftsprozessen. Während der Betriebsleiter die Maschinen und Fertigungslinien oftmals aus der reinen Störungssicht überwacht, kann im ERP der zugehörige Auftrag und die Folgen für Termine und Kosten direkt verknüpft werden. Dazu gehört, Prozesskriterien, abweichend vom installierten MES, individuell festzulegen, etwa:

  • Durchlaufzeiten der Aufträge und Liefertreue
  • Kalkulationstrigger
  • Workflows über nachgelagerte Prozesse und mehrstufiges Eskalationsmanagement
  • Planung der Maintenance

 

MODUS Industry basiert auf dem im Mittelstand weltweit führenden ERP-System Microsoft Dynamics 365 Business Central und ist mit dem höchsten Microsoft Zertifizierungs- und Qualitätsstandard ausgezeichnet, also Certified for Microsoft Dynamics (CfMD). Hier wird ein durchgängiger Informationsfluss vom Kundenauftrag über den Fertigungsauftrag und die Bestellanforderungen gewährleistet. Intelligente Module wie Business Intelligence, Data Analytics im Einkauf und Absatz erlauben Vorhersagen über zukünftige Entwicklungen. Die im ERP geführten Ressourcen können so exakt auf die Marktbedürfnisse geplant werden und die Auslastung gesteigert werden. Dabei fließen die tatsächlichen Verfügbarkeitsdaten direkt in die Planung ein.

 

Bereits in der Praxis bewährte Schnittstellen integrieren das System FASTEC 4 PRO. Mit der in über 20 Jahren aufgebauten Expertise reduziert das Bundle vorkonfigurierter Branchenlösungen den Implementierungsaufwand, so dass das System schnell in den operativen Betrieb gehen kann.

 

OPC UA, XML und Webservices sind Standardtechnologien des integrierten Mapping-Tools, das die Fertigung zu einer intelligenten Fertigung und die produktive Fertigung zu einer hochgradig produktiven macht.

 

In Zukunft ermöglicht zum Beispiel die HoloLens für die effizientere Instandhaltung und erst recht im Störfall die ortsunabhängige Serviceassistenz bzw. eine schnellere Diagnose und Fehlerbehebung. Hierzu können über die Datenbrille Anlagendokumentation oder Supportvideos abgerufen werden.

 

MODUS FOODVISION – vollständiger Überblick über die Lieferkette

Die Branchenlösung FOODVISION für die Lebensmittelindustrie ist in gleicher Weise in der Lage, die chargenorientierte Fertigung im Zusammenspiel mit FASTEC 4 PRO zu optimieren.

 

Zudem sind in der Nahrungsmittelindustrie die Dokumentations- und Auskunftsplichten stark gestiegen. MES und ERP müssen hier Hand in Hand gehen. Bislang war es ausreichend zu sagen, Rohstoff-Charge 1 des Lieferanten ist in Charge A des Herstellers geflossen, die an X Empfänger gegangen ist. Mit den neuen Consumer-Portalen verlangt der Lebensmitteleinzelhandel (LEH) aber weitergehende Daten über die Chargen. Chargenspezifische Daten sind z. B. Herkunft der Ware und der Rohstoffe (geboren, aufgezogen, geschlachtet, verarbeitet) oder ggfs. Inhaltsstoffangaben. Es sollen nach Möglichkeit keine redundanten Daten geschaffen werden, sondern auf bestehende Informationen zugegriffen werden. Beim Konsumentenportal z. B. via Mynetfair muss schließlich der Endverpacker alle Informationen der Lieferkette bereitstellen.

 

Veränderungen des Zustandes während des Verarbeitungsprozesses müssen besonders berücksichtigt werden. Das Frosten von frischen Rohwaren des Lieferanten für eine spätere Verwendung führt regelmäßig zu Irritationen. Das vom Lieferanten (elektronisch) mitgegebene MHD muss durch ein vom verarbeitenden Unternehmen vorgegebenes MHD übersteuert werden. Ein weiterer Verarbeitungsschritt wird in die Informationskette eingefügt. Ein einfacher Prozess führt also ggfs. dazu, dass der LEH und der Verbraucher sehr tiefe Einblicke in meine Wertschöpfungsstruktur erhalten. Hier kann das Unternehmen durch die Wahl der Chargenfindungs- und Zuordnungsprozesse entsprechend vorbauen. Das kann aber nur dann im Sinne der Chargenrückverfolgung geschehen, wenn MES und ERP hier in abgestimmter Weise die Daten verarbeiten wie es zwischen MODUS FOODVISION und FASTEC 4 PRO geschieht.

 

Gastbeitrag von Wernher von Schrader, Leiter Marketing bei MODUS Consult AG

About Katharina Striewe

Katharina Striewe, FASTEC GmbH, absolvierte ihr Studium im Bereich Public Relations an der Hochschule Hannover. Nun ist die gebürtige Paderbornerin in der Marketing-Abteilung des MES-Anbieters FASTEC tätig.