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MES, KI und Datenstrukturen: Unser Rückblick auf die Smart MES 2026 in München

Ende Juni waren Patrick Lintl und Leon Pott für FASTEC auf der Smart MES 2026 in München vor Ort. Zwei Tage voller spannender Diskussionen rund um Themen wie MES-Einführung, Datenstrukturen und die Zukunft von KI in der Produktion. Ein Rückblick auf die wichtigsten Eindrücke.

Die Smart MES 2026 ist eine der zentralen Konferenzen für Entscheider und Experten rund um Manufacturing Execution Systems, Produktions-IT und die Fabrik der Zukunft. Am 29. und 30. Juni kamen im Holiday Inn Munich City Center in München über 400 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zusammen, um aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und voneinander zu lernen.

Für FASTEC waren Sales Manager Patrick Lintl und Leon Pott, Head of Product Management, als Besucher vor Ort. Ihr Ziel: ein ehrlicher Blick darauf, welche Themen die MES-Branche gerade wirklich bewegen.

Was die Branche bewegt: Von „MES kann alles" zu klarer Abgrenzung

Ein Trend, der sich in vielen Gesprächen und Vorträgen widerspiegelte, war eine deutliche Kurskorrektur in der Branche. In den vergangenen Jahren war der Anspruch an MES-Systeme oft grenzenlos: Das MES sollte möglichst alles können, ERP ersetzen, BI-Auswertungen liefern, Prozesse steuern und gleichzeitig als zentrale Datendrehscheibe dienen.

Auf der Smart MES 2026 war ein anderer Ansatz zu spüren. Immer mehr Unternehmen setzen wieder auf klare Abgrenzung: Welche Kernaufgaben erfüllt ein MES und wo sind andere Lösungen die bessere Wahl? Diese Rückbesinnung auf den Kernzweck eines MES ist aus unserer Sicht der richtige Weg. Ein MES, das seinen Fokus kennt, schafft eine zuverlässige und transparente Datenbasis, die die Grundlage für alles ist, was darauf aufbaut.

MES-Einführung: Wie gelingt der Start?

Ein weiteres zentrales Thema war die Frage, wie ein MES im Unternehmen richtig eingeführt werden kann. Die Praxisberichte auf der Konferenz zeigten: Es scheitert selten an der Technologie, sondern häufig an fehlender Vorbereitung, unklaren Zuständigkeiten und mangelnder Einbindung der Mitarbeitenden.

Was sich hingegen bewährt: Ein schrittweises Vorgehen, das mit einem klar definierten Bereich beginnt, schnelle Erfolge sichtbar macht und von dort aus wächst. Wer versucht, alles auf einmal einzuführen, riskiert, die Organisation zu überfordern. Wer dagegen strukturiert vorgeht und die richtigen Grundlagen legt, schafft nachhaltige Akzeptanz und messbare Ergebnisse.

Datenarchitektur: Direkte Kommunikation oder Data Layer?

Besonderes Interesse weckte die Frage nach der richtigen Datenstruktur: Sollen Systeme wie MES, ERP und BI direkt miteinander kommunizieren oder braucht es einen zentralen Data Layer, der als Vermittler zwischen den Systemen fungiert?

Die Antwort ist nicht pauschal, sondern hängt von der Komplexität der Systemlandschaft ab. Für kleinere und mittlere Unternehmen mit überschaubaren Systemen kann eine direkte Anbindung ausreichen. In größeren, heterogenen Umgebungen mit vielen Datenquellen gewinnt ein Data Layer an Bedeutung, da er Flexibilität schafft und verhindert, dass Systeme direkt voneinander abhängig werden.

Klar wurde auf der Konferenz: Wer die Datenarchitektur von Anfang an sauber aufbaut, spart sich später erheblichen Aufwand und schafft die Grundlage für zukunftsfähige Systeme.

KI und MES: Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz?

Das Thema, das auf der Smart MES 2026 wohl die meisten Diskussionen ausgelöst hat: Künstliche Intelligenz in der Fertigung. Wie verändert KI die Aufgaben eines MES und was ist realistisch?

Die Einschätzung, die sich durch viele Gespräche zog: KI ist kein Ersatz für ein funktionierendes MES, sondern dessen logische Erweiterung. Ein MES schafft die transparente, strukturierte Datenbasis, auf der KI-Anwendungen erst sinnvoll eingesetzt werden können. Ohne diese Grundlage bleibt KI ein Versprechen ohne Substanz.

Konkret wurden auf der Konferenz mehrere Einsatzbereiche diskutiert: KI-Agenten für schnelle Auswertungen und Berichte, automatische Erkennung von Anomalien im Produktionsprozess sowie erste Ansätze für eine KI-gestützte Fertigungssteuerung. Die Technologie ist vielversprechend, aber der erste Schritt bleibt das MES.

Leon Pott fasst es treffend zusammen: „KI braucht Daten, denen sie vertrauen kann. Ein MES, das sauber implementiert ist und zuverlässig erfasst, ist die beste Voraussetzung dafür, dass KI in der Fertigung wirklich Mehrwert schafft.“

Fazit: Klarer Fokus, solide Basis, mutige Zukunft

Die Smart MES 2026 hat gezeigt: Die MES-Branche reift. Der Hype um grenzenlose Systeme weicht einem nüchternen, aber konstruktiven Blick darauf, was ein MES leisten soll und was nicht. Gleichzeitig wächst die Vorfreude auf das, was mit KI möglich wird, wenn die Grundlagen stimmen.

Für FASTEC bestätigt die Konferenz, was wir täglich in unseren Projekten erleben: Eine transparente, zuverlässige Datenbasis ist der entscheidende erste Schritt. Alles Weitere baut darauf auf.

Sie möchten mehr erfahren oder einen persönlichen Austausch? Sprechen Sie uns gerne direkt an.

Patrick Lintl

Sales Manager
[email protected] 

+49 8802 9071750 | +49 171 1016443

Patrick Lintl | LinkedIn

Leon Pott

Head of Product Management
[email protected]


+49 5251 1647-469 | +49 152 28956672

Leon Pott | LinkedIn

Autor: Jenny Ewald

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